Allgemeine Werte, die die Veranstaltungen begleiten

  1. Gegenseitige Wertschätzung
    Das Menschsein – die Individualität eines jeden – wird wichtiger gewertet als
    eine bestimmte Tradition, Weltanschauung, Glaubensrichtung oder Meinung.
    Die gegenseitige Wertschätzung als Mensch steht an erster Stelle.
  2. Anschauliche Darstellungen von geistigen Inhalten (Exoterik)
    Ein wichtiges Lernziel in den Veranstaltungen ist die nachvollziehbare exoterische Vermittlung von geistigem (esoterischem) Wissen oder mit anderen Worten, die praktische Vermittlung von universalen Inhalten mittels Dialog und der Yoga-Übungs-Praxis.
  3. Suche nach logischen und wahren Zusammenhängen
    Die Veranstaltungen dienen dazu, in der Menschheit existierendes geistiges Wissen erleben und für die Förderung von zwischenmenschlichen Beziehungen anwenden zu lernen. Dafür ist die Bereitschaft notwendig, den eigenen Standpunkt hinterfragen zu wollen und konstruktive Kritik von anderen Menschen als Mittel der eigenen Selbsterkenntnis anerkennen zu können. Eine beständige Suche nach neuen Zusammenhängen und nach Wahrheit im Leben ist dafür die Basis. 
  4. Geordnetes und natürliches Beziehungsverhältnis zu einem geistigen Lehrer
    Sucht man einen geistigen (spirituellen) Fortschritt, der sich mit förderlichen und praktischen Ideen zu den Mitmenschen ausdrückt, benötigt es in aller Regel eine selbstbestimmte Beziehung zu einer inspirativen Quelle. So wie man eine Fremd-sprache nicht ohne andere Menschen lernen kann, ist es genauso mit der Spiri-tualität.

    Ein seriöser geistiger Lehrer ist in einem Teilbereich des geistigen Lebens eingeweiht und handelt aus dieser Warte heraus. Diese Ebene ist von einem irdisch-materiellen Standpunkt - z.B. dem, der Naturwissenschaft - zu unterscheiden. Damit zwischen den Ebenen keine Verwechselungen eintreten, sollte jene höhere Ebene nicht vorschnell rein intellektuell oder menschlich-emotional interpretiert werden. Sie sollte auch nicht nachgeahmt werden, denn Nachahmung entbehrt der eigenen Auseinandersetzung.

    Eine Verwechselung der Ebenen reduziert den geordneten, ich-erhaltenen Standpunkt. Wenn die Unterscheidung nicht beachtet wird, können je nach persönlicher Veranlagung abwertende Überheblichkeit oder sich selbst aufgebender Verehrungskult entstehen. Beides schließt spirituellen Fortschritt aus.

    Heinz Grill zum Beispiel spricht - einer natürlichen Einordnung wegen - deshalb ganz praktisch von einem spirituellen Arbeitsbündnis 1), in dem er und ein interessierter Student frei von gegenseitigen Ansprüchen und Bindungsabsichten bleiben. Dialog sowie konstruktive Kritik untereinander und füreinander ist dabei eine logische Konsequenz und ein fester Bestandteil des Beziehungsverhältnisses.
  5. Dialogfähigkeit
    Das Ziel eines Fortschritts in der sozialen Kompetenz bedarf der guten Dialog-fähigkeit. Dies insbesondere, wenn unterschiedliche Auffassungen zu einem Thema aufeinandertreffen. Auf Grundlage des hier berücksichtigten Menschen-bildes, dass jeder Mensch ein freies, unabhängiges Wesensglied (das Selbst, atman oder Ich) in sich trägt und er dieses objektivierend einsetzen kann, ist es
    bei allen Veranstaltungen das Ziel, Besserwisserei oder Verurteilungen gegenüber anders Denkende durch einen fachlichen Dialog mit sachlichen Argumenten zu ersetzen. Jeder Teilnehmer hat so die Möglichkeit, sein schöpferisches Vorstel-lungsvermögen einzusetzen und zum Aufbau des Themas selbst beizutragen.
  6. Kompetenz der Referenten
    Eingeladene Referenten haben durch mehrjährige Berufserfahrung auf ihrem Fachgebiet eine Kompetenz errungen, die über angelesenes Wissen oder rein subjektives Beurteilen hinausgeht. Sie sind in ihrem Fachgebiet gegründet und können praktische Bezüge zu sozialen, gesundheitlichen oder seelisch-geistigen Themen herstellen und darüber in einen Austausch treten.

 

 1)  Siehe dazu Heinz Grill, "Das Lehrer-Schüler-Verhältnis innerhalb der seelisch-
    
geistigen Entwicklung"

 

 

Die Idee des gemeinsamen Arbeitens im Ausdruck einer Konstellation von Kreisen.

 

Menschen arbeiten mit logischen Inhalten geordnet zusammen und bringen ein  harmonisches Ganzes hervor. 

Etwas, was vorher noch nicht vorhanden war und was zu einer förderlichen Ausstrahlung ins Umfeld führt.

 

Der innere Kreis zeigt sich neu und ästhetisch gestaltet, die Peripherie ist neu belebt.

Die gemeinsame Ausrichtung auf ein Thema (die Mitte) mit logischen Argumenten und Bezügen führt zu freilassenden Beziehungen untereinander sowie nach außen ins Umfeld. 

 

 

 

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