Ein neues Seminarkonzept - Eine neue Seminarkultur

Wenn man heute eine mehrtägige berufliche Fortbildung besucht, dann kann es gut sein, dass man mit mehreren Referenten und verschiedenen Themen in Form eines Frontalunterrichts konfrontiert wird. Geschieht das zudem in kurzen Zeiteinheiten kann schnell eine intellektuelle Überforderung entstehen. Am Ende eines gefüllten Tages mag dann ein Gefühl entstehen, dass man nichts mehr aufnehmen kann und "völlig kaputt" ist.

 

Das hier angewandte neue Seminarkonzept vermeidet rein passive Teilnahmepositionen sowie intellektuelle Überforderungen. Es ist das Ziel, dass alle Teilnehmenden, also Referenten wie auch Zuhörer, in ein rhythmisches und geordnetes Zusammenwirken hin zu einem zentralen Thema mit lebendigen und praktischen Inhalten finden.

 

Bei der Moderation eines Seminars wird darauf geachtet, dass sich das Thema mit Beiträgen und Fragestellungen von verschiedenen Personen geordnet und sich gegen-seitig ergänzend aufbaut. Es ist dabei für alle Anwesenden eine wertvolle, zugleich soziale Übung, an Aussagen anderer anzuschließen und sich gemeinsam zu der Vertie-fung eines Themas hinzubewegen. Dabei ist es nicht entscheidend, ob man viel oder wenig zu einem Thema weiß. Eine interessante Fragestellung kann beispielsweise für

alle auf erstaunliche Weise den Raum für neue Überlegungen öffnen.

 

Bei dieser Vorgehensweise wird man erfahrungsgemäß nicht müde, im Gegenteil, es wird sogar eine angenehm erbauliche und offene Atmosphäre erzeugt. Diese leichte Atmosphäre führt ein Thema lebendig und "zum Greifen nah" heran. Das Thema wird verständlich und praktisch nachvollziehbar.

 

Allgemeine Werte, die die Veranstaltungen übergeordnet

begleiten, finden Sie hier

Auch klassische Yogaseminare mit umfangreicher Übungspraxis können durch die Idee des rhythmischen Zusammenwirkens eine neue Qualität bekommen. Die häufig gesuchte Energetisierung des Körpers oder das tiefe Hineinspüren in den Körper kann durch ein feines Verstehen von Zusammenhängen aus dem Wachbewusstsein heraus zu neuen Erfahrungen führen. Ein Beispiel …

 

Ist beispielsweise die gesunde Spannkraft der Wirbelsäule das Thema wird mit diesem Konzept neben der körperlichen Übungspraxis gemeinsam eine aktive Anschauung zu diesem Thema gesucht. Wie zeigt sich gesunde, wie fehlende Spannkraft im Rücken ?  Wie entwickelt sich gesunde Spannkraft ?  Welche innere, geistige Dimension trägt die Spannkraft der Wirbelsäule in sich ?  Mit diesem Vorgehen im geordneten Miteinander und mittels passenden geistig-imaginativen Bildern, kann sich langsam eine authentische Erkenntnis aufbauen. Dieses vertiefte und fühlbare Wissen führt die körperliche Übungspraxis in eine neue ästhetische Qualität, erweitert das seelische Spektrum und baut gesunde, sozialfähige Lebenskräfte auf.

 

Verschiedene Referenten praktizieren diese neue Form einer Seminar-Gestaltung auf Basis des von Heinz Grill erforschten und entwickelten erweiterten sozialen Prozesses. Eine erste Hinführung zu dieser Form des sozialen Prozesses finden Sie > hier auf dieser Webseite. Eine ausführlichere Beschreibung finden Sie > hier

 

Der Grundgedanke ist ein erkenntnisorientierter Ansatz

 

Die hier praktizierte Vorgehensweise berücksichtigt im Kern die Tatsache, dass authentisches und lebendiges Wissen am besten durch eine eigene Auseinandersetzung mit einem gewählten Thema entsteht. Dafür sind drei methodische Schritte von Bedeutung …

  1. Eine eigene, gedankliche und fragende Annäherung an das Thema
  2. Eine fühlbare (spürbare) Erfahrung
  3. Eine praktische Anwendung des Wissens für andere Menschen.

Ein Wissen, ein Lebensthema, was durch eigene Aktivität durchdacht, erfühlt, durchdrungen und an andere weitergegeben wird, hat einen bleibenden Wert. In diesem tieferen Sich-Gründen in einem Thema wächst der Mensch auf natürliche Weise in seinem Selbstwert und damit in seiner Persönlichkeit. Er kann sich seiner Natur entsprechend freier entfalten und freier mit Mitmenschen zusammenfinden. Mahatma Gandhi ist ein bemerkenswertes Beispiel dafür. Er ging in das Thema der Freiheit und Gewaltlosigkeit ganz hinein und rang um Verstehen und um Lösungen. Als einzelner Mensch konnte er schließlich enorm viel bewirken.

 

 

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