Internationale Yoga-Fachfortbildungen 2018

- Die Bedeutung der Vorstellungsbildung für die körperliche und psychische Gesundheit

und den sozialen Frieden -

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Einleitung

 

Die Yoga-Fachfortbildungen richten sich an alle Interessierte, die die klassische Yogapraxis mit Asana, Atemübungen und Meditation vertiefen und erweitern wollen. Sie steht allen Yogalehrenden und allen Yoga-Praktizierenden offen. 

 

Die hier angebotenen Fortbildungen greifen zeitaktuelle Inhalte aus der Yoga-Philosophie auf und führen sie auf verständliche und nachvollziehbare Weise sowohl in die Übungspraxis als auch in den Bezug zum praktischen Alltagsleben. Ein bedeutender, fachlicher Schwerpunkt der Seminare ist es, dass ein 'exoterischer' Umgang mit weisheitsvollem, in der Menschheit existierendem 'esoterischen' Wissen trainiert wird.[1]

 

Das diesjährige Thema, das an drei Seminar-Wochenenden in den Mittelpunkt rückt, ist


Die Bedeutung der Vorstellungsbildung für die körperliche und psychische Gesundheit und den sozialen Frieden.


Mit Vorstellungsbildung ist jene geistige Aktivität, jene mentale Wachheit und Differenziertheit des Menschen gemeint, die sich von einer Sache oder einem Menschen einen möglichst ungetrübten, objektiven Blick verschafft. Bedenkt man welchen Stellenwert die wache Geistesgegenwart eines Menschen für die psychische Stabilität und in der Folge für die Gesundheit des Nervensystems und des gesamten Organismus hat, und wie wichtig ein wacher Menschenverstand für die soziale Ordnung ist, so ist dieses Thema so zeitaktuell wie selten zuvor.

 

Die Inhalte werden in Verbindung mit einem neuen Seminarkonzept vermittelt, welches offen für jede gelernte Yoga-Stilrichtung ist. Dazu gibt es weiter unten mehr Info.

 

Blick vom Seminarort auf den Lago di Tenno, am nördlichen Gardasee gelegen

[1]  exoterisch: Mit den äußeren Sinnen zugänglich. 
es
oterisch:
Mit geistigen Sinnesorganen zugänglich.

Warum gerade dieses Thema ?
 

Aus einer Vielzahl von möglichen Beobachtungen der heutigen Lebensumstände sein einmal kurz die Arbeitsbedingungen unserer westlichen Industrieländer herausgegriffen. In vielen Berufen ist die Arbeitsverdichtung und der Druck eine 'perfekte' Leistung abliefern zu müssen Jahr für Jahr vorangeschritten. Aus einem ökonomischen Druck heraus übernehmen zudem mehr und mehr Computer menschliche Denk- und Gedächtnis-Leistungen und menschliches Tun wird zunehmend mehr von Maschinen, Computern, IT-Netzwerken und Robotern übernommen. Wird der Mensch als eigenständiges Individuum immer mehr zu einem neuzeitlichen Sklaven und immer bedeutungsloser und "unwichtiger" ?

Diese Entwicklung führt bei immer mehr Menschen - obwohl in manchen Arbeitsfeldern Maschinen und Computer eine Entlastung darstellen - zu ansteigenden Erschöpfungs-Symptomen mit gesundheitlichen Folgeschäden, den sogenannten Zivilisationskrankheiten. Es sind Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Über-/Untergewicht, Diabetes, Rückenbeschwerden, Nervosität, Depression/Burnout und Krankheiten durch Schwächung des Immunsystems. Diese füllen - Tendenz steigend - unsere Arztpraxen und Kliniken. Der Bedarf an psychosomatischer sowie psychiatrischer Versorgung der Bevölkerung wächst ebenso. Die Wartezeiten für stationäre und ambulante Behandlungen sind in diesem Bereich in Anbetracht der akuten Not für viele nachwievor unbefriedigend lang. Wie bekannt sind diese zur Besorgnis Anlass gebenden Entwicklungen in unserer Gesellschaft ?

Welche Zusammenhänge können auf diese Phänomene Antworten geben ?  Ein entscheidender, äußerer Aspekt sei hier sehr kurz skizziert ... Wenn der Mensch für den ökonomischen Fortschritt arbeiten muß und nicht umkehrt, der Fortschritt für den Menschen und dessen Wohl und Entwicklung da ist, dann reduzieren sich naturgemäß die gesunderhaltenen Lebenskräfte. Eine Analyse des Zeitgeistes ergibt, dass Menschen unter diesen Arbeits- und Lebensumständen schwächer werden, körperlich wie psychisch. Krankheitsprozesse werden immer dann gefördert, wenn harte Ökonomie und Machtbestrebungen den Ton angeben und nicht mehr der einzelne Mensch mit seinen körperlichen und seelischen Bedürfnissen im Mittelpunkt der Wahrnehmung und des zu fördernden Interesses steht.

 

Eine Yogapraxis und ein Yogaunterricht sollten, so denkt vermutlich jeder, möglichst nachhaltig die Gesundheit fördern. Wenn jedoch eine Yogapraxis hauptsächlich dafür da ist, Erschöpfungssymptome zu kompensieren, nur 'Löcher zu stopfen' oder im Yogakurs von Woche zu Woche die Energiereserven bei Menschen zu mobilisieren, damit diese wieder in einem ungesunden System 'funktionieren', dann kann man noch nicht von Nachhaltigkeit reden.

 

Mit etwas Humor ließe sich sogar sagen, wer in einem kranken System krank wird, reagiert eigentlich ganz gesund. Bedenklicher ist es, wenn es anders herum wäre ...

 

Ein zweiter Punkt: Yogapraxis sollte möglichst nicht dazu führen, dass der Übende sich in eine 'Insel der Entspannung' hinein übt, die ihn langfristig von den stressigen Umständen und vielleicht vor anstrengenden Mitmenschen abschirmt. Denn auch diese Strategie der Abschirmung, des Sich-raus-Nehmens erschöpft langfristig, da die bewusste Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit den erschöpfenden Einflüssen des täglichen Lebens nicht ausreichend stattfindet und allgemein die natürliche menschliche Offenheit und soziale Integration darunter leiden.

 

Vom Konsumenten zum kreativ-schöpferischen Menschen

 

Was wirklich Not tut und eine langfristige Perspektive in gegenwärtigen Lebens- und Arbeitsbedingungen schaffen kann ist, dass der Mensch sich von einem Konsumenten   - auch von einem Konsumenten im Yogabereich - hin zu einem kreativ-schöpferischen Menschen entwickelt, der der 'Er-Schöpfung' oder der heute ebenso ausgeprägten vitalen Hyperaktivität aus eigener, innerer Substanz, aus dem Ich-Selbst, wie man im Yoga sagt, etwas Aufbauendes, eben etwas Eigenaktives und 'Schöpferisches' entgegenstellt. 

 

In der indischen Yogakultur gibt es den Sanskrit-Begriff Adhikara und er bedeutet 'Würde' und 'gesunde Autorität', aber auch 'Recht'. Im Zusammenhang mit der Yogapraxis kann dieser Begriff bedeuten, dass sich der Mensch seiner innersten Würde und heilsamen inneren Autorität, dem Ich-Selbst (Sanskrit: Atman) bewusster wird und sich darin übt, mit dieser Instanz sich ins Leben aktiv einzubringen. Man könnte auch sagen, dass er sich das Recht nimmt, in diese eigene Autorität und Verantwortung einzutreten, um das Leben gehaltvoller gestalten zu lernen. Yogalehrende können beispielsweise trainieren, Yogaübungen über die Bildung von klaren und logischen Vorstellungen so bewusst anzuleiten, dass Adhikara, die Würde und das Selbstgefühl der Teilnehmer, gefördert wird.

 

Für dieses Ideal, Adhikara und schöpferische Qualitäten selbst erringen
zu lernen, stehen die hier angebotenen Yoga-Fortbildungen.
[2]

 

Für die Entwicklung von Adhikara und das Eintreten in eigene schöpferische Kraft ist in unserer Zeit die bewusste Vorstellungbildung von zentraler Bedeutung, ja von großer Wichtigkeit !  Warum ist das so ?  Die Anschauungsbildung zu einer Sache, einem Lebensumstand, einer Lebensweisheit, einer Yogaübung oder einer Person hebt das Bewusstsein des Übenden in eine neue Objektivität und Ruhe. Sie führt raus aus dem Gedankenkarussell, den Emotionen, dem Getriebensein, dem Konkurrenzkampf.

 

Diese Ruhe - durch die Eigenaktivität des Menschen, durch das Ich-Selbst initiiert - wirkt ordnend auf das Nervensystem und fördert über dieses gesunde Prozesse im Gesamtorganismus. Dieses objektivierende Training des Bewusstseins ist nachhaltig erlernbar. Es kann deshalb in einer Yogastunde bei Atem- und Körperübungen sowie in bestehenden Arbeits- und Alltagssituationen angewendet werden und ebenso dort zu ordnenden Wirkungen im persönlichen Umfeld führen. Ein objektiveres, ein von Sympathie und Antipathie freieres, unabhängigeres Bewusstsein fördert verbindende, soziale Fähigkeiten. Trennende Einflüsse weichen dabei zurück.

 

Die weitreichenden Wirkungen der Vorstellungs- und Anschauungsbildung in der Yogapraxis für Gesundheit und Sozialleben zu verstehen und zu erfahren, ist Thema der diesjährigen Fortbildungen am Lago di Tenno, oberhalb des nördlichen Gardasees.

 

Heutiger Business-Alltag / (c) fotolia

Hier ein Link zu einer anschaulichen Doku über zukünftige Arbeitsbedingungen,  produziert von arte ... > Doku

Anmerkung: Eine gekürzte Version gibt es bei der ARD. Diese hat die sozialen u. kritischen Folgen der Technisierung weitestgehend heraus genommen !

Zukünftiger Business-Alltag ? / (c) fotolia
Sein Leben ist Ausdruck für Würde, für ein verantwortungsvolles Eintreten in menschlich-ethische Rechte, für "Adhikara" / (c) fotolia

[2]  Adhikara (Sanskrit: adhikāra) ist eine Charakterstärke, die in der Yogalehre dem Herz-Zentrum, dem anāhata-cakra zugeordnet wird.

Das Herz-Zentrum ist das mittlere von 7 Hauptzentren in der Chakra-Lehre. In ihm beginnt die Entwicklung eines eigenen und freieren Standpunktes im Leben.

Dieser hier gemeinte Standpunkt hat den Charakter, nach innen stabil und zentriert sowie nach außen offen, freilassend und gestaltungsfähig zu sein.

 

Inhalte und begleitende Lernschritte

 

Folgende Inhalte und Lernschritte werden im Rahmen der Seminare in Verbindung mit dem Thema angestrebt. Sie sind für Yoga-Praktizierende sowie für Yoga-Unterrichtende gleichermaßen interessant ...

  • Gesundheitliche Wirkungen und Grenzen von Asana-Praxis und Atemübungen
  • Wie lassen sich für Yogalehrende - angepasst an die Bedürfnisse der Teilnehmer - Yogaübungen sinnvoll vereinfachen oder anspruchsvoller gestalten ?
     
  • Was sind unterscheidende Merkmale zwischen intellektueller Überlastung und förderlicher Vorstellungsbildung in einem Yogaunterricht ?
  • Wie läßt sich für einen Yogalehrenden auf einfache Weise Vorstellungsbildung ohne Überforderung der Teilnehmer unterrichten ?
     
  • Die Bedeutung der einzelnen Phasen bei der Ausführung einer Yoga-Stellung (beginnende Phase / statische Phase / beschließende Phase)
  • Welche besondere Bedeutung nimmt dabei die abschließende Phase (das Zurückgehen aus einer Stellung) für die Wirkung auf die Gesundheit ein ?
     
  • Vertiefung philosophischer Gedanken der Yogakultur und von Sanskritbegriffen
  • Vertiefung der Kenntnisse von feinstofflichen Prana- oder Vayu-Kräften und Ätherkräften
     
Halbmond - anjaneyasana

 

Der Körper mit Wirbelsäule und den Gliedern wird in eine harmonische, räumliche Ausdehnung geführt.

 

In dieser Ausführung des Halbmondes sind zudem zwei Bewegungsrichtungen zu sehen: Eine geht in Richtung Erde und den weltlichen Beziehungen, die andere in die Offenheit zum geistigen Leben oder, wie die frühen Yogis zu sagen pflegten, zum lichtvollen Kosmos. 


Ein paar Punkte des Seminarablaufes sind erwähnenswert ...

 

Das Thema steht in der Mitte

 

Um dem Aufbau von ruhigen Vorstellungen Rechnung zu tragen und damit den Aufbau von neuen, regenerativen Lebenskräften zu fördern, wird im Seminarverlauf das Thema von verschiedenen Seiten her beleuchtet, belebt und vertieft, sowohl mit Referaten als auch mit der Yoga-Übungspraxis. Siehe dazu auch die > Info auf dieser Homepage.

 

Referenten und Teilnehmer gehen jeweils aus ihrer eigenen Erfahrung und aus eigenen Überlegungen in die Anschauung zum Thema und in die Übungspraxis. Eine gezielte Anschauungsbildung im sozialen Zusammenwirken von allen Teilnehmenden hebt das Thema aus vorschnellen Bewertungen, Sympathie- / Antipathiebekundungen und Meinungen heraus und fördert durch eine objektivere Sichtweise die verborgene geistige Dimension des Themas sowie das Interesse und die Wahrnehmung füreinander und untereinander.

 

Beiträge von praktizierenden Yogalehrenden

 

Mehrere YogalehrerInnen, die im Sinne des Neuen Yogawillen unterrichten, bereiten einen Beitrag vor. Dieser kann im Bezug zum Thema einen gesundheitlichen, pädagogischen oder philosophischen Schwerpunkt beinhalten. Über eine zum Thema führende Moderation werden die Beiträge eingeführt und miteinander verknüpft.

 

Hauptreferent Heinz Grill

 

Um das Ziel einer neuen, freieren Sichtweise des Themas mit praktisch-fachlichen und spirituellen Hintergründen weiterzuführen, ist Heinz Grill als Hauptreferent eingeladen. Er ist Begründer des Neuen Yogawillen, einer neueren, richtungs- und personen-unabhängigen Form der Yogapraxis. Die geordnete Vorstellungs- und Anschauungs-Bildung hin zu einer objektiveren Wahrnehmung ist ein wesentlicher, methodischer Teil des Neuen Yogawillens. Zu seiner Person finden Sie am Ende dieser Seite - zudem aus aktuellem Anlass - noch weitere Informationen.

 

 

--- Die Idee des sozialen Zusammenwirkens ---

"Die Vorstellungsbildung ist wie ein spannkräftiger Bogen, der das menschliche Wesen räumlich und schützend umkleidet."

 

Heinz Grill 
'Das Wesensgeheimnis der Seele', S. 198


Termine 2018

30.03. – 01.04.  │  20.07. – 22.07.  │  02.11. – 04.11.     
     Jeder Termin steht für sich und kann einzeln besucht werden.

Kosten
     Der Richtpreis für jede Veranstaltung beträgt 150,- Euro

Ort / Übernachtung / Verpflegung

Die Seminare finden im Clubhotel Lago di Tenno in Italien oberhalb des nördlichen Gardasees statt. Die Übernachtung in dem am Tennosee schön gelegenen und gastfreundlich geführten Hotel kann empfohlen werden. > Webseite Clubhotel
Bei Bedarf können weitere Hotels oder Pensionen nachgefragt werden. Für die Buchung und die Kosten der Übernachtung ist jeder Teilnehmer selbst verantwortlich. Im Rahmen des Seminars gibt es die Möglichkeit, vorab für Freitag, Samstag und/oder Sonntag, ein warmes, vegetarisches Essen zu bestellen.

Beginn und Ende

Die Veranstaltungen beginnen jeweils freitags um 14.30 Uhr und enden sonntags um 12.30 Uhr.

Anmeldung

Siehe Link-Button am Ende dieser Seite.

Weitere Informationen 

Stefan Jammer – Akademie für Yoga in der sozialen Ausgestaltung
Telefon: +49 7121 820450  oder  eMail: info@yoga-und-soziale-kompetenz.de

Organisation und Trägerschaft

Die Veranstaltungen werden organisiert von der Akademie für Yoga in der sozialen Ausgestaltung. Träger ist die European Association for Yoga, > EAY-Verband 

Clubhotel Lago di Tenno
Blick auf den Lago di Tenno

 

 

Hintergründe und Gedanken zur Situation der freien Spiritualität
und zur Person von Heinz Grill

 

Heinz Grill ist Yogalehrer, spiritueller Lehrer und Autor zahlreicher Publikationen zu unterschiedlichen Lebensthemen. Siehe dazu die > Info auf dieser Webseite.

 

Ein wichtiger Teil seines Lebenswerkes ist die Begründung des 'Neuen Yogawillen', einer neueren, richtungs- und personenunabhängigen Form der Yogapraxis. Er wählte den Namen, um eine äußere und innere Unterscheidung zu frühen, traditionellen Yoga-Formen der alten indischen Kultur zu treffen.

 

Sein Lebenswerk, ausgedrückt in seiner Person und durch seine Person, beinhaltet die Idee der freien Individualität mit einer eigenständigen, spirituellen Grundsubstanz, dem 'Ich' oder dem 'Selbst', in der Sanskritsprache 'Atman'. Es ist dies eine innere Instanz, die frei von einer religiösen Zugehörigkeit, frei von einer Kirche oder einem spirituellen Meister existiert und sich frei entwickeln kann. In ähnlicher Weise haben z.B. im letzten Jahrhundert auch Rudolf Steiner und Sri Aurobindo gewirkt. Das berühmteste Beispiel in der Geschichte dürfte allerdings Jesus von Nazareth, bzw. nach der Taufe im Jordan, Jesus Christus sein.

 

Bemerkenswerter Weise haben alle diese Menschen gemeinsam, dass sie für eine neue, unabhängigere Spiritualität und Lebensform ausgegrenzt, verunglimpft und verfolgt wurden, bzw. noch verfolgt werden. 

 

So lasten zur Zeit schwere Verleumdungen mit Sektenanschuldigungen auf Heinz Grill. Besonders aktiv sind sogenannte Sektenreferenten (Weltanschauungsbeauftragte) von Kirchen und ihr nahestehende Personen. Dies trifft ganz besonders auf eine Familie namens Bornschein in München zu, die von ihrer eigenen verunglückten Familienproblematik ablenken möchte. Es werden für mich - eindeutig belegbar - vorsätzlich Lügen verbreitet, um von eigenen Verfehlungen gezielt abzulenken. Dies ist mir wichtig zu erwähnen, so dass jeder Interessierte über diese verleumderischen Umstände seitens verschiedener Personen informiert ist.

 

Die regenerative und für die Gesundheit förderliche Wirkung, die mit der Asana-Praxis in Verbindung mit Heinz Grill möglich werden kann, beruht darauf, dass beim Übenden das Interesse vorhanden ist, sich bewusst und eigenständig mit den Inhalten, den Übungen und mit ihm selbst als Begründer dieser Übungsweise auseinanderzusetzen.

 

Immer dann, wenn ein Mensch aus eigenem Antrieb bewusst auf etwas zugeht - sich wach auseinandersetzt - entwickelt er sich in Richtung einer selbstständigen Erkenntnis mit freiheitlichen Gefühlen. Es kann keine Bindung und auch keine Abhängigkeit zu dem was er aufmerksam untersucht sowie mit seinem gesunden Menschenverstand hinterfragt und durchdringt entstehen ... dies weder zu einer Person oder Gruppe noch zu einem kirchlichen oder staatlichen System. Es ist dies eine dem Menschen zugrundeliegende Gesetzmäßigkeit. [3]

 

Mit einer Teilnahme an diesen Seminaren ist deshalb logischer Weise weder eine Mitgliedschaft in einer bestimmten Yogarichtung nötig, noch wird sie damit eingegangen. In dem von Heinz Grill begründeten Neuen Yogawillen gibt es naturgemäß keine Zugehörigkeit zu seiner Person, zu einer Gruppe oder zu irgendeiner anderen Instanz. 

 

Stefan Jammer - Dezember 2017
 

Heinz Grill - Begründer des Neuen Yoga-Willens, einer richtungs- und personenungebundenen Form der Yogapraxis

 

 

Homepage von Heinz Grill:
http://heinz-grill.de/

[3]  Diese Stärke und Unabhängigkeit in der Persönlichkeit entspricht gemäß der Chakra-Lehre (der Lehre der Energie-Zentren) der Entwicklung
des 4. / 5. und 6. Chakra.

 

Abschließende, persönliche Bemerkung ...
 

Die Schwierigkeiten, die manche Personen aus den Kirchen oder ihr nahestehende Personen mit einer freien Individualität haben, wurzeln meines Erachtens darin, dass die Kirche(n) als Institution die längste Zeit ihrer Geschichte versuchte, mit psychologischen Raffinessen - und durchaus auch mit machtvollen Mitteln - Menschen an sich zu binden sowie in eine, z.T. subtile, Angst und Abhängigkeit zu führen ... 

... und statt einen aktiven und logisch nachvollziehbaren Erkenntnis-Glauben bei den Menschen zu fördern, einen passiven Bekenntnis-Glauben mit hierarchischen Strukturen, dogmatischen Regeln und - salopp gesagt - "Schäfchenhaltung" etablierte. Der Segens-Spruch des Priesters oder Pfarrers für die Gottesdienstbesucher in der Geste der gehobenen Arme ist ein eindrucksvolles Beispiel für jenes nicht gleichwertige Beziehungsverhältnis. Siehe zu diesem Thema auch eine Ansprache vom gegenwärtigen Papst Franziskus vom 27.04.2014 (2 Min.) > auf YouTube.

 

Dieser über Jahrhunderte andauernde Einfluss der Kirchen scheint heute bei uns mehr oder weniger sichtbar auch in staatlichen Einrichtungen und kapitalträchtigen Großkonzernen über deren hierarchisch-bindende Strukturen angekommen zu sein. Die Kirchenstrukturen, so mein Eindruck, wirken dort unter einem anderen äußeren Bild im Inneren weiter. Der Mensch ist aufgefordert oder wird sogar gezwungen, sich dogmatischen, machtaffinen oder ökonomischen Regeln unterzuordnen, ja manchmal sich regelrecht zu unterwerfen.

 

Ein reiner Bekenntnisglaube, also eine Lebensposition ohne eigene Suche nach wahren und logischen Zusammenhängen, tendiert heutzutage leicht zu extremen Positionen, zu Wahrheitsansprüchen und damit zu Konflikten im Umfeld, zu sozialen Spannungen, zu Ausgrenzung von anderen bis hin zum Einsatz von Gewalt.

 

Die harten, unmenschlichen Positionen, die manche Personen aus Kirche, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, staatlichen Einrichtungen oder religiösen Gemeinschaften einnehmen, entstehen meines Erachtens gerade dann, wenn eine eigenständige fortlaufende Suche nach Humanität und Wahrheit ausbleibt und ein Dogma oder eine Gruppen-Meinung postuliert sowie Profit und Macht gesucht werden.

 

Die Vorstellungs- und Anschauungsbildung, wie sie hier erlernt werden kann, fördert eine freilassende Dialogfähigkeit, humane Verhaltensweisen sowie eine geistige Reife und spirituelle Selbstständigkeit.

 

Die folgsame Schafherde / (c) fotolia
ARD-Mediathek - Bomben für die Welt

 

Eine im wahrsten Sinne des Wortes verheerende Verquickung von Staat und Wirtschaft zeigt die ARD-Doku 'Bomben für die Welt'. Inwieweit mögen hierbei im Hintergrund subtile kirchliche Wirk- und Machtstrukturen eine Rolle spielen, die sich eventuell ohne bewusstes Wissen der Beteiligten Ausdruck verschaffen ?
(Zum Film mit Klick aufs Bild)

 

Literaturempfehlungen zum Neuen Yogawillen ...

 

Die Seelendimension des Yoga - Praktische Grundlagen zu einem spirituellen Übungsweg
Heinz Grill, 5. Auflage 2018

 

Der freie Atem und der Lichtseelenprozess
Heinz Grill, 1. Auflage 2017

 

Das Wesensgeheimnis der Seele
Heinz Grill, 2. Auflage 2014

 

Kosmos und Mensch
Heinz Grill, 4. Auflage 2015

 

Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die Yoga-Publikationen von Otto-Albrecht Isbert.
Sie sind über den Antiquariats-Handel zu beziehen.

 

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